Samstag, 25. Juli 2026

Sommerzeit....

 


Überall hört man die Menschen sagen: „Es ist nicht mehr wie früher!“ Und man vergleicht die heissen Sommermonate die wir jetzt erleben mit denen vor vierzig oder sechzig Jahren.

Nein, es ist nicht mehr wie früher und doch… denke ich zurück an meine Kinder- und Jugendzeit, hatten wir damals in der Schule auch „Hitzefrei“. Ich weiss nicht mehr wie heiss es sein musste, damit wir Kinder Schulfrei hatten… (vielleicht erinnert sich jemand?)

Hier in Creston BC, wo ich wohne, war es in diesem Frühjahr sehr lange nass und ich habe fast bis Ende Juni heizen müssen. Dann kam von einem Tag auf den anderen der Sommer. Aber das ist eigentlich auch fast jedes Jahr so, es gibt keine Eingewöhnungszeit, innert ein paar Tagen ist es Sommer.

 

Jetzt ist es schon wieder ein paar Wochen über 30° und Regen wäre sehr erwünscht und nötig.

Früher in der Schweiz… ja, jetzt komme ich auch mit früher …. da war der Sommer irgendwie anders. Ich habe diese Sommermonate genossen. Ich wohnte nur ein paar Minuten vom Bielersee entfernt und konnte mit dem Rad schnell für eine Abkühlung zum Wasser fahren. Oder am Abend konnte man noch mit dem Rad irgendwohin fahren, oder grillieren…oder irgendwo in einem Restaurantgarten sitzen. Einfach was man so macht im Sommer 😊

Jetzt sind die Seen und Flüsse zu warm geworden und das Baden darum vielerorts gar nicht mehr erlaubt (habe ich am Schweizer Radio gehört)!

 

Mein Sommer heute in Kanada ist für mich stress. Sobald es wärmer wird geht es mit den Feuern los. Schon im Mai meldeten sie Waldbrände, die noch vom letzten Jahr unter dem Boden weiter gemodert hatten und wieder aufgebrochen sind.  

As of today ( 25. Juli) brennen in BC fast 900 aktive Feuer.

Wir hier in der untersten Ecke von BC, an der Grenze zu den USA, müssen nur mit dem Rauch der Feuer dealen. Der meiste Rauch kommt von Feuern die direkt über der Grenze in den Staaten brennen. Durch den Wind der in diesem Sommer vermehrt und stärker ist als die Jahre davor, wird das Feuer oft schnell vorangetrieben und die Löscharbeiten werden erschwert.

Ja der Wind…ich habe auf meinem Grundstück viele grosse Bäume, auch gleich beim Haus stehen meterhohe Tannen. In letzter Zeit sind viele Bäume einfach abgebrochen oder samt Wurzelstock umgefallen, auch gleich vor meinem Haus. Ende Mai hatten wir einen heftigen Sturm, dem eine grosse Pappel vor dem Haus nicht standhalten konnte. Gott sei Dank fiel der schwere Baum längs dem Haus entlang und nicht gegen das Haus. Diese heftigen Winde hatten wir hier im kleinen Valley früher selten. Diesen Sommer gibt es fast jeden Tag Windstärken bis 50 Stundenkilometer.

Jetzt fürchte ich nicht nur Blitz und Donner sondern auch diese Windböen…aber was kann man machen? Es kommt wie es kommt….

 

Heute habe ich in den Schweizernachrichten gehört, dass auch Spanien und Frankreich grosse Waldbrände haben. Wir sind früher…da ist es wieder… jedes Jahr nach Frankreich bei Bordeaux, an den Atlantik gefahren. Es war auch damals heiss, es war auch trocken und hat oft die ganzen 3 Wochen die wir auf dem Campingplatz waren nicht geregnet. Jetzt mussten tausende Feriengäste aus dieser Region evakuiert werden und Biscarrosse - Plage ist im Rauch. All die Pinienwälder…

All die Jahre die wir da Urlaub machten, habe ich nie daran gedacht, dass dieser Wald brennen könnte. Heute, mit meinen Kanadaerfahrungen, wäre ich nicht mehr so sorglos wie damals.

 

Nun noch kurz zu meinen Plänen: Mein Haus ist nun zum Verkauf gelistet und ich habe vor nach Creston umzuziehen. Ich weiss das wird eine grosse Umstellung für mich werden, aber gleichzeitig auch eine grosse Erleichterung.

Mein Handgelenkbruch vom letzten Winter heilt gut ab, aber ich bin immer noch nicht da, wo ich sein möchte. All die Arbeiten die für den kommende Winter anstehen würden, traue ich mir nicht mehr zu…oder besser gesagt, ich will sie mir nicht mehr zumuten.

Hier in Creston sind Wohnungen zum Mieten rar und auch recht teuer. Aber durch eine glückliche Fügung bin ich auf die Liste für ein Appartement aufgenommen worden. Jetzt freue ich mich einfach auf einen neuen Lebensabschnitt…bin positiv und offen für das, was das Leben mir bringt.

In diesem Sinn euch allen einen stressfreien Sommer….

Mittwoch, 31. Dezember 2025

Alles Gute für das neue Jahr

 


Ich stehe draussen vor dem Haus und schaue zu den Sternen, die am klaren Winterhimmel leuchten. In 3 Tagen wird der Mond voll sein, vielleicht kommt dann der Schnee. Es ist mein 25. Winter hier auf dem Berg und noch nie war die Einfahrt Strasse zum Haus Ende Dezember schneefrei. Im November und Dezember hatten wir sehr viel Regen und milde Temperaturen, für uns ein angenehmer Zustand, ohne viel Mehrarbeit.

Das Jahr 2025 war für mich ein emotionaler Roller Coaster. Ich war viel mit mir allein, suchte die Stille um wieder „Ganzwerden“ zu können. Der Verlust meiner Hundemädchen (im August und November 2024) stellte mein Leben, meinen Alltag voll auf den Kopf. Ich vermisste die Beiden unendlich und fühlte mich allein. Oft war ich draussen zum Laufen über den Berg. Aber überall sind all die vielen Erinnerungen.

Heute geht es mir viel besser. Ich kann mit Liebe und Dankbarkeit an alle meine Vierbeinigen Kameraden zurückdenken, die ich im laufe der letzten 22 Jahre lieben und betreuen durfte und das waren nicht nur meine 6 Hunden!

 

Das Verhältnis zu Urs ist freundschaftlich geworden. Wir unterstützen uns gegenseitig wann immer nötig und das funktioniert gut, aber zusammenleben ist für uns keine Option. Wir essen aber öfters zusammen, wie auch heute am Silvester oder an Weihnachten und ich bin über dieses Arrangement glücklich....es passt.


Am Sonntag den 9. November bin ich am Morgen auf mein Holzdeck raus und wollte nur rasch den Vögeln ihr Futter auffüllen. Mit keinem Gedanken hatte ich erwartet, dass es schon eine Eisschicht haben könnte. Prompt rutschte ich auf der dünnen Eisschicht aus und brach mir dabei den Arm gleich beim Handgelenk. Urs fuhr mich umgehend in die Emergency, wo ich für ein paar Stunden bleiben musste. Der Bruch musste gerichtet werden und ich bekam eine Narkose und einen Gips. Am 21. Dezember wurde der Gips entfernt und der Arm geröntgt. So ganz zufrieden war der Arzt noch nicht mit dem Heilungsprozess. So habe ich nochmal für 2 Wochen einen Gips bekommen. Am 6. Januar wird es dann bestimmt soweit sein und der Gips kommt weg.

Diese Weihnachten gab es keine Guetzli, die letzte Züpfe ist auch schon eine Weile her…und auch die Kocherei war ziemlich einfach ausgefalle. But who cares…..shit happen!! Und sonst bin ich ja gesund. :-)


Jetzt nehme ich meinen nächsten wohlüberlegten Schritt in Angriff. Im Frühjahr werde ich mein Haus zum Verkauf listen und mir ein Plätzchen näher oder in Creston suchen. Ich freue mich auf meinen neuen Lebensabschnitt.

In diesem Sinn wünsche ich euch allen da draussen in der Welt: Ein glückliches neues Jahr mit vielen Ideen und Träumen und bleibt gesund. 

Nicht vergessen...man ist nie zu alt um etwas neues zu wagen, Hauptsache man ist glücklich dabei….

Mittwoch, 29. Oktober 2025

Bär Alarm


Heute Morgen war zum ersten Mal weisser Pflotsch auf dem Gras. Bis zum Mittag wird alles wieder weg sein….hoffe ich doch. Was ist denn mit dem Spruch:"Goldener Oktober"? Der Winter ist auch so lange genug…

 Oft habe ich dieses Jahr Bilder vom Wildlife Center gepostet. Ich gehe da gerne hin um die Natur und die Ruhe zu geniessen. Obschon ich die Natur auch hier bei mir zuhause zur Genüge habe 😊 Aber in diesem Reservat ist die Natur halt anders. What ever….



Seit August war ich nicht mehr da. Es gab im Reservat einen Zwischenfall mit Grizzlys. Ein Ehepaar das mit dem Fahrrad im Wildlife Center unterwegs war, wurde von zwei Bären verfolgt und angegriffen. Nur dank dem mutigen Einsatz der Frau und Bär Spray wurde ihr Mann von schlimmeren Verletzungen verschont. Für Wochen wurde das Gebiet zur Sicherheit der Besucher geschlossen.
Trotzdem blieb es nicht der einzige Zwischenfall…immer wieder wurde in den Medien vor Wanderungen gewarnt. Vor ein paar Tagen passierte wieder ein Angriff und der Mann verstarb an seinen Verletzungen durch einen Bären.

Dieses Gebiet der «Flats» erstreckt sich über viele Kilometer und besteht hauptsächlich aus saftigen Weideflächen und dem Naturschutzreservat. Jedes Jahr im Frühjahr und im Herbst kommen Braun- und Schwarzbären und besonders Grizzlys von den Bergen herunter um sich mit Nahrung zu versorgen. Viele der Trails, in der Region sind dann für Wanderer zu deren Sicherheit geschlossen. Es wird wirklich alles getan um Begegnungen zu vermeiden. Aber das Nebeneinander ist trotzdem oft schwierig und nicht immer sind diese Unfälle auf fehlverhalten der Menschen zurück zu führen.



Ich bin nicht einverstanden, wenn Menschen sagen, dass wir halt in Bär Territorien eingebrochen sind. Nein, das stimmt so nicht. Der Mensch hat auch seine Rechte... zum Existieren, zum Leben und um die Natur zu geniessen. Er ist ein Geschöpf Gottes wie die wilden Tiere. Hier gibt es genug Lebensraum für alle. Tausende von Kilometer Busch und Wald der nur den Tieren gehört. 

Dieses Jahr gibt es besonders viele Bären in der Region. Bestimmt hat es auch damit zu tun, dass es so viele Waldbrände gab und die Bären weiterwandern.

In meinem Nachbar Ort Kitchener (etwa 10 Kilometer von mir und nur ein paar Häuser gross,) gibt es fast jeden Morgen Bilder von Bären die durch die Gärten und um die Häuser wandern. Auch bei mir hat irgendein Mutz den Zwetschgenbaum abgeerntet. Gesehen habe ich nur den leeren Baum und die Hinterlassenschaften an mehreren Stellen in der Nähe des Hauses. Seit ein paar Tagen gehe ich auch nicht mehr meinen gewohnten Walk über den Berg. Es ist einfach anders ohne Hunde zu laufen, ich fühle mich unsicher. Wenn ich schon weiss, dass sie da sind, muss ich ja nichts riskieren....

In diesem Sinn schönen Restherbst! 

 

 

Mittwoch, 1. Oktober 2025

Endspurt....

 


Jeden Herbst erlebe ich den gleichen Schock und so könnte man eigentlich annehmen, dass ich es langsam intus haben sollte, oder?  Ja well….

Ich weiss nicht wie andere Menschen den Übergang vom Sommer in den Herbst erleben, aber für mich kommt er immer viel zu abrupt. Irgendwie realisiere ich immer erst das es herbstelt, wenn die Blätter fallen. Vor drei Wochen bin ich mit einer Tasse Kaffee auf meinem Deck gesessen und habe mich gewundert wie gelb die Blätter meiner Pappel schon geworden sind.....wie viele Blätter doch schon überall auf dem Gras liegen. Da wurstelt man jeden Tag ums Haus und nur weil es immer noch 25° sind, der Himmel blau und alles wie immer…..vergisst man, wie nah der Wechsel in die nächste Jahreszeit ist. Aber am meisten Mühe macht mir in diesem Jahr, wie schnell die Tage kürzer geworden sind. War das schon immer so? Vermutlich….auch dazu kann ich nur sagen:"Ja well!"

                    Das Foto habe ich keine 10 Km von meinem Grundstück gemacht....

Im letzten Post hatte ich geschrieben, dass ganz in meiner Nähe ein Wildfire ausgebrochen war. Ich hatte auch geschrieben, dass das Feuer schnell gelöscht werden konnte….das war leider nicht so. Drei Wochen flogen die Helikopter immer wieder mit Wasserbeuteln über das kleine Valley. Erst als die Temperaturen kühler wurden und wir einen Tag lang Regen hatten, entspannte sich die Situation. Aber ein Stück Wald von über 500 Hektaren ist dabei abgebrannt.

Heute bin ich mit dem „Garettle“ Transportieren und aufschichten vom Feuerholz fertig geworden. Ich bin stolz auf mich…das sind die kleinen Erfolgserlebnisse für die ich mir selber auf die Schulter klopfe. 😊


Letzten Herbst hat Manu mich noch bei meinen Herbst Arbeiten begleitet...

Ansonsten gibt es nicht viel Neues…ich bin gesund dafür bin ich dankbar und ich nehme jeden Tag wie er kommt.

Nachrichten höre ich mir einmal am Tag für 5 Minuten an (meistens die aus der Schweiz!) und ich denke das ist genug…oder verpasse ich etwas das ich verändern könnte? Oder das nicht passieren würde, wenn ich es wüsste? Nein!

Ich mag mich einfach mit all dem weltlichen Wahnsinn und Müll nicht mehr auseinandersetzen. Ich denke all diese Nachrichten und News sind pure Angstmacherei ….wozu?  Jeder Mensch entscheidet für sich selber wie weit er all die Medien verdauen kann und das ist gut so….


Oh doch, etwas gibt es noch... vor ein paar Tagen hatte ich eine Begegnung der besonderen Art. Als ich auf meinem Walk über den Berg dieses Reptil sah. 



Für mich sah das Tier wie ein gigantischer Regenwurm aus. Bei Google fand ich keine Antwort und so postete ich ein Bild auf unserer Community Seite in Face Book und bekam sehr schnell eine Antwort. Eine Rubber Boa (Charina Bottae, lateinischer Name) hätte ich da gesehen. Sie sei harmlos und man würde sie nicht häufig sehen und sie sei geschützt. Da die kleine Schlange (etwas mehr als 50 cm) mitten auf dem Weg lag, habe ich sie auf die Seite ins Gras gelegt. Die kühle Temperatur muss der Grund gewesen sein, dass sie nicht flüchtete. Schön, hat mich happy gemacht, dass sie ausgerechnet mir begegnet ist.


In diesem Sinn….euch allen einen schönen, gesunden und friedlichen Herbst…..

Dienstag, 2. September 2025

Sommerende?


Verkehrter Pilz? Nein der Grosse wächst über den Kleinen....

Heute ist der 2. September….

Hier in der Region um Creston (BC Kanada) hatten wir einen wirklich schönen und ruhigen Sommer. Keine Feuer, Rauch nur einmal für zwei drei Tage, keine langen trocken Perioden und vor heftigen Stürmen und Gewitter wurden wir verschont. 

Wie dankbar dürfen wir dafür sein.

Mit bis zu 34° hat der Sommer die letzten 14 Tage noch einmal alles gegeben. Noch diese Woche soll es so heiss bleiben, dann soll es auch hier herbstlich werden. Ich muss zugeben, mir ist es recht.

Das letzte Wochenende war hier long Weekend, das heisst am Montag war frei! Es war auch das letzte Wochenende bevor die Schule wieder beginnt. Alle wollten noch einmal raus ans Wasser oder zum Campen ins Hinterland.

Und prompt, heute kurz nach Mittag flogen Helikopter mit Wasserbeutel übers Haus. Wir sind immer alarmiert, wenn es am Himmel so busy wird.

Google und Facebook sei Dank, gab es schnell Aufklärung. In einem kleinen Nachbar- Valley, war Feuer ausgebrochen.

Da wir in unserer Gegend in der letzten Zeit keine Gewitter hatten kann man davon ausgehen, dass solche Feuer durch Menschen verursacht worden sind.

Daumendrücken, dass die Crew das Feuer schnell unter Kontrolle bekommt….


Nachtrag....5 Stunden später.....es ist Ruhe eingekehrt. Ich hoffe sehr, dass sie das Feuer gelöscht und nicht bloss gedämmt haben. Aber wir haben eine gute und schnelle Feuerwehr, obschon nach diesem Wochenende überall neue Feuer gemeldet worden sind. Es gibt Menschen die lernen es nie....nach uns die Sintflut! ist für viele ein Lebensmotto.

 


Auch ums Haus ist so allerhand los. Unter den Tannen gleich neben dem Haus, ist der Boden übersät mit grünen Tannenzapfen. Ich muss richtig aufpassen, dass ich nicht zur falschen Zeit  unter den Tannen stehe, sonst kann es schmerzhaft werden. Über die Sommerzeit stelle ich den kleinen Besuchern überall Wasser hin, so auch dem Eichhörnchen. Das wiederum hat sein Wassergeschirr jetzt mit Tannenzapfen aufgefüllt…es sortiert schon mal aus! Solche Betriebsamkeit lässt mich schmunzeln.


Weniger schmunzeln lassen mich die allnächtlichen Mäusebesuche. Als wir die neue Küche einbauen liessen, hat der Schreiner die hintere Seite zu den Schubladen ohne Rückwand montiert. Er hatte sich wohl überlegt, dass das nicht nötig sei, weil der Küchenschrank ja an der Wand steht. Falsch überlegt! Denn es gelingt den kleinen Viechern von unten her hinter den Schrank und in die Schubladen zu kommen. Was habe ich nicht schon alles ausprobiert…das letzte war, Wattebäusche mit Eukalyptus Öl oder Minze Öl zu tränken und in die Schublade zu legen. Habe gelesen, dass das helfen soll! Rein theoretisch müssten die  Nager ohnmächtig werden so stark riecht es. Aber meine scheinen resistent gegen derart abwegige Gerüche zu sein. Also stelle ich Lebendfallen auf.

Nun ist meine erste Handlung gleich nach dem Aufstehen – ob richtig wach oder nicht – die Falle zu checken und dann mit dem Besucher eine Strecke weg vom Haus zu gehen, um ihre Rückkehr zu erschweren --- ich sage nicht; zu verunmöglichen!  You never know!

Gerne würde ich sagen:» so jetz längts!!» Aber wer fragt schon nach meiner Meinung? Aber sonst geht es mir gut 😊



Auf dem Bild hatte ich etwas Grösseres umgesiedelt, 
aber das Prinzip bleibt sich bei der kleineren Variante gleich :-)

 

Heute wurde mir das Feuerholz für den kommenden Winter geliefert. Eigentlich hatte ich ja mit einem Umzug nach Creston geliebäugelt, aber so weit ich das abschätzen kann….na ja....ich will einfach vorbereitet sein, dann kann kommen was will.

Gesunder Menschenverstand und Gottvertrauen!

Es würde mir aber nichts ausmachen das Feuerholz meinem Nachbesitzer zu überlassen, wenn es eventuell mit einem Umzug noch klappen sollte.  :-)

Bis ich jetzt das Holz zum Haus "garettlet ha", werde ich ein paar Mal laufen müssen…


Meditationsarbeit nenne ich das.


In diesem Sinne wünsche ich allen ein gutes Sommer-Ende…..

Dienstag, 24. Juni 2025

Sommer



 


Sommerzeit, was für eine schöne Zeit…..

Die Felder sind hellgrün, sauber geschnitten und leer… das Heu wurde zu Ballen gepresst oder in die Scheune gefahren…es war eine gute Ernte.

 

Hier in Creston sind in etwa 2 Wochen die Kirschen reif und dann kann man wieder überall am Strassenrand an den „Fruit Stands“ Früchte kaufen. Dann kommen die Pfirsiche, Aprikosen….verschiedenstes Gemüse wird angeboten, alles angebaut in unserem Valley.

Es geht gar nicht anders, man kann über all dieser Pracht und Fülle nur staunen und dankbar sein.

 

Aber was sonst so passiert auf der Welt, könnte einem schon eher das Fürchten lernen: Felsstürze in den Bergen durch das Abnehmen vom Permafrost, Waldbrände die tausende von Quadrat Kilometer Wald und Natur verwüsten, Überschwemmungen auf der einen Seite der Erde und extreme Trockenheit auf der anderen Seite. Alles geschieht auf so Extreme weise. Die harmlosen Sommergewitter gibt es kaum noch.

In diesem Zusammenhang hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem alten Mann gehört und es geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Jemand erwähnte beiläufig im Gespräch, dass wir Menschen schuld seien an diesem ganzen Umwelt Chaos…..Der alte Mann schüttelte sein weisses Haupt und sagte: „Wie eingebildet seid ihr Menschen. Was glaubt ihr denn wer ihr seid, dass ihr die Entwicklung oder Evolution eines Planeten mit eurem dazutun verhindern oder aufhalten könntet? Unsere Geschichte ist längst geschrieben. Es gibt nur eine Macht die alles entscheiden kann und das ist die universelle Macht….Gott, oder anders gesagt: die Urquelle unseres Daseins. Diese Macht hat alles erschaffen und in dieser universellen Macht und Gnade stehen wir. Nichts ist für immer und nichts bleibt wie es ist…alles ist Veränderung…und wir Menschen haben da gar keinen Einfluss und auf uns wird auch keiner hören.

 

Dass wir Menschen mit unserer Natur Schindluder treiben ist allen klar. Dass alles nur noch nach Profit und Geld beurteilt wird ist uns auch bewusst….

Ich denke wir sollten uns wieder mehr auf die Grundgesetze des Lebens konzentrieren und uns allen würde es besser gehen. Was die Grundgesetze des Lebens sind? Dankbarkeit, Zufriedenheit, Frieden, Harmonie, Liebe, Fürsorge und so weiter…das was eigentlich die Menschheit ausmacht um in Frieden miteinander zu leben….


Freitag, 21. Februar 2025

Man wird sehen......

 


Auf die Frage: „Und, wie geht es dir so?“ Gibt man wohl selten eine spontane, ehrliche Antwort. Klar kommt es darauf an wer, wie und wo die Frage gestellt wird. Aber Ehrlich, wer packt schon seine Probleme zwischen Tür und Angel aus. Oft denkt man bei sich sowieso: Wer interessiert sich denn wirklich für meine Probleme oder Herzensangelegenheiten.  

Doch ja, ich kann behaupten, mir geht es gut, ich fühle mich körperlich gesund. Gehe jeden Tag (mit kleinen Ausnahmen) auf meinem Berg --- trotz des vielen Schnees --- laufen. Ich geniesse – mehr oder weniger -- alles was mir der Winter hier bietet…vor allem aber auch das Alleinsein. Es ist kein Problem für mich, mit mir allein zu sein.

Nur mein Herz will sich noch nicht erholen…es hat immer noch einen tiefen Riss. Zu viel ist im letzten Jahr…und die Jahre davor passiert. Vor allem der Verlust meiner beiden Mädchen schmerzt mich immer noch heftig.

Vom Verstand her weiss ich wohl, dass ich mir Zeit geben und daran arbeiten muss um meine innere Harmonie wieder zu finden.

Aber meine vierbeinigen Mitbewohner fehlen mir sehr. Immer wieder ertappe ich mich bei der Überlegung, ob ich nicht doch Mal im Tierheim nachfrage soll. Dann rufe ich mir sofort meine Ziele für das kommende Frühjahr und den Sommer in Gedächtnis zurück. Ich will doch die Unabhängigkeit geniessen, frei sein und über meine Zeit nach Lust verfügen.

Ja, man kann nicht alles haben…ich wäre auch gar noch nicht für eine neue Hundebeziehung bereit.

Ist euch auch aufgefallen wie viel die Hunde kosten die man als Welpe oder Jungtier kaufen kann? Ich habe mich schon lange nicht mehr auf diesen Seiten aufgehalten und war darum richtig entsetzt. Hemmungslos fragen die Züchter für Preise ab 2500 Dollar bis über 3000 Dollar für diese kleinen French Bulldogs…oder einfach alle diese Rassen die halt im Moment „In“ sind. Für einen Berner Sennenhund 3200 Dollar…Preise variieren nach oben. Diese hochgezüchteten Tiere sind meistens auch nicht die gesündesten…Ich frage mich, ist es eine Prestige Frage einen irgendwie besonderen oder im Moment trendigen Hund zu besitzen? Ich möchte niemandem zu nahe treten...aber passt dieses Phänomen ein bisschen in unsere Zeit?


Später habe ich die Seite der SPCA von BC  aufgerufen, eine Seite, wo Hunde dringend ein neues Zuhause, eine Familie und Liebe brauchen.

Auf etwa 5 Seiten sind die Unglücklichen abgebildet…Junge, Alte, Grosse, Mittlere und kleine Zwerge. Mit treuem Blick schauen sie in die Kamera…und warten auf einen Menschen der für sie da sein möchte.


Wenn ich für mich rausgefunden habe wie wichtig mir meine Freiheit und Unabhängigkeit wirklich ist, werde ich mich zu gegebener Zeit wieder auf der Seite von SPCA umsehen…oder eben nicht. Es gibt genug ältere Hunde die dankbar sind noch einmal ein liebevolles Zuhause zu finden…Vielleicht kommt ja auch einfach plötzlich so ein Senior in mein Leben reinspaziert, nach dem Motto; nicht gesucht, aber gefunden….

Bis dann….

Liebe Grüsse aus dem winterlichen Kanada


Sommerzeit....

  Überall hört man die Menschen sagen: „Es ist nicht mehr wie früher!“ Und man vergleicht die heissen Sommermonate die wir jetzt erleben mit...